Leserbrief von Lothar Borbe (UFR) zur Wahlbeteiligung
Dienstag, 14. Februar 2012 um 12:38 Uhr
Klargestellt
„Parteien frustriert über geringe Wahlbeteiligung“ schreibt die „OZ“
und sucht nach den Gründen. Winterwetter und Ferienbeginn werden ihren
Teil dazu beigetragen haben. „Denkzettel für alle“, meint Thomas
Niebuhr. Das bliebe zu hoffen!
Wenig hoffnungsfroh stimmen mich allerdings solche Stimmen, die
Methlings Erfolg zu relativieren versuchen, weil er ja nur die
Zustimmung von 20 % aller Wahlberechtigten erhielt.
Das bedeutet allerdings auch, dass keine der großen Parteien in der
Bürgerschaft viel mehr als 5 % Zustimmung erfahren hat. Einige sogar
noch weniger. Sie sind von der Mehrheit abgestraft worden. Als Schlussfolgerung wird mehr politische Bildung gefordert.
Das hatten wir doch alles schon einmal: FDJ-Lehrjahr, Parteilehrjahr,
Schulen der sozialistischen Arbeit, Gewi und Agitprop. Hat auch nichts
genützt. Das Volk ist eben nicht blöd und die Demokratie stirbt
nicht, wenn das Wahlvolk aus unerfindlichen Gründen der Wahlurne fern
bleibt.
Demokratie ist doch auch, wenn man nicht zur Wahl gehen „muss“!
Lothar Borbe

